Zusammenfassung der Richtlinien für die Disziplin PP1

 

C.1.4 Sicherheitsbestimmungen praktische Kurzwaffendisziplinen

(PP 1, PP2, Service Pistol NPA B, 1500, FP, EPP)

C.1.4.1 Das Verwenden von Holstern ist zwingend vorgeschrieben. Die Verwendung von Schulter-, Cross Draw- und verdeckt getragenen Holstern ist nicht

zugelassen. Der Abzug der geholsterten Waffe sollte verdeckt sein. Die Mündung der geholsterten Waffe muss innerhalb eines Radius von einem

Meter abwärts zeigen. Waffen sind ungeladen und entspannt im Holster zu tragen (Pistolen ohne Magazin). Ein Verstoss gegen diese Regel führt zur

sofortigen Disqualifikation. Das Verlassen des Schiessstandes, des markierten Geländes bzw. des Sicherheitsbereiches mit geholsterter Waffe

ist verboten und führt ebenfalls zur sofortigen Disqualifikation.

C.1.4.2 Die persönliche Ausrüstung ist während des gesamten Wettkampfes mitzuführen. Hierzu gehört auch die für den Wettbewerb benötigte Munition.

C.1.4.3 Wird nach dem Ladekommando eine Unregelmässigkeit an der Scheibenanlage oder dem Zustand des Standes bemerkt, kann die

Standaufsicht diese beheben lassen. Hierzu gibt sie das Kommando “Waffen holstern, Hände über den Kopf”. Dieser Anordnung ist unverzüglich

Folge zu leisten. Ist die Unregelmässigkeit behoben, beendet die Standaufsicht diesen Vorgang mit dem Kommando “entspannen”, woraufhin

die Schützen wieder die Startposition einnehmen. Das gleiche Procedere kann bei Bedarf wegen heruntergefallener Ausrüstungsgegenstände

angewendet werden.

 

 

C.6A Police Pistol 1 (PP 1)

C.6A.0 Allgemeines

Die Regeln für die Disziplin "Police Pistol 1" entstammen den SHOOTING RULES & REGULATIONS der NATIONAL PISTOL ASSOCIATION, GB.

C.6A.1 Waffe

Beliebige Grosskaliberpistolen oder -revolver, Kaliber .354 (9 mm) bis .455, sind zugelassen.

Orthopädische Griffschalen und Handballenauflagen sind nicht zugelassen.

C.6A.2 Visierung und optische Hilfsmittel

offen, ohne optische Hilfsmittel. Schiessbrillen sind nicht erlaubt. (Achtung: Schutzbrillen sind vorgeschrieben)

C.6A.3 Munition

30 Schüsse Grosskalibermunition

C.6A.4 Scheibe und Scheibenbeobachtung

PP 1-Scheibe (Anzahl nach Auswertbarkeit).

Scheibenbeobachtung mit optischen Hilfsmitteln ist nicht erlaubt.

C.6A.5 Stellung

Stehend frei. Beidhändiges Halten der Waffe ist erlaubt.

C.6A.6.1 Ablauf

1) 25 m: 12 Schüsse in 2 min. (einschliesslich eines eventuellen Nachladens).

2) 15 m: 2 mal 6 Schüsse in Intervallen (ca. 5 - 7 sec.). Die Scheibe zeigt sich 6 mal für je 2 sec. In denen jeweils 1 Schuss abzugeben ist. Dann erfolgt

das Nachladen und ein erneuter Durchgang.

3) 10 m: 6 Schüsse in Intervallen (ca. 5 - 7 sec.). Die Scheibe zeigt sich 3 mal für je 2 sec., in denen jeweils 2 Schüsse abzugeben sind.

C.6A.6.2 Kommandos der Leitenden (Chief Range Officer Commands)

Die Standard-Kommandos für jede der 3 Distanzen bei für den Schützen sichtbaren Scheiben sind:

"Load and make ready" = “Laden und fertigmachen”

"Anyone not ready?" = „Ist jemand nicht fertig?“

(Falls erforderlich: "not ready!" = nicht fertig!)

„Achtung – Feuer!“ (oder Signal) oder

Wegdrehen der Scheiben und Herdrehen nach ca. 5 sec. zum Start der zur Serie.

Nachdem die Serie geschossen ist:

"Unload and show clear!" = „Waffe entladen und vorzeigen!“

"All clear, are there any protests?" = „Sicherheit! Gibt es irgendwelche

Proteste?“

"No protests, show targets, advance and score" = “Keine Proteste! Scheiben

drehen, Trefferaufnahme“

Die Scheiben werden jetzt wieder zum Schützen gedreht.

C.6A.7 Probeschüsse

Probeschüsse sind nicht erlaubt.

C.6A.8 Fertigstellung

Waffe mit ausgestreckten Armen wird auf 45 Grad abgesenkt, die Mündung zielt auf den Boden.

C.6A.9 Waffen- und Munitionsfehler

Es gibt keine anerkannten Waffen- und Munitionsfehler. Versager und Fehlfunktionen gehen zu Lasten des Schützen.

C.6A.10 Auswertung

Erzielen mehrere Schützen die gleiche Ringzahl, so liegt das bessere Ergebnis

a) bei der höheren Anzahl der 10er,

b) bei weiterer Gleichheit: bei der höheren Anzahl der Treffer in der Mouche,

c) bei weiterer Gleichheit: bei der höheren Anzahl der 9er – 8er – 7er usw.

d) Besteht hiernach noch immer Ringgleichheit, so entscheidet der kleinste

Streukreis (vermessen). Wenn dies nicht möglich ist, erfolgt ein Stechen

(betrifft nur die ersten 3 Plätze).

C.6A.11 Einzelklassifikation

Die Schützen werden aufgrund ihrer Wettkampfresultate in folgende

Leistungsklassen untergliedert:

High Master 297 und höher

Master ab 294

Expert ab 290

Sharpshooter ab 281

Marksman 280 und darunter

Unclassified Schütze in seinem ersten Wettkampf Mit seinem ersten Wettkampfergebnis wird der Schütze vorläufig klassifiziert

und startet bei seinem nächsten Wettkampf in der entsprechenden Klasse. Er ist mindestens "Marksman", sofern er nicht eine höhere Gruppe erreicht hat.

Nach dem zweiten Wettkampf wird aus beiden Resultaten der Durchschnitt gebildet. Diesem Wert entsprechend erfolgt die eigentliche Klassifizierung des

Schützen, sie kann höher oder niedriger als die vorläufige Klassifikation sein.

Danach steigt der Schütze auf, wenn er zweimal ein Ergebnis erzielt hat, das einer höheren Gruppe entspricht.

Die beiden Resultate müssen nicht in aufeinanderfolgenden Wettkämpfen erreicht werden.

Innerhalb einer Veranstaltung ändert sich die Klassenzugehörigkeit eines Schützen nicht.

Eine Rückstufung aus einer einmal erreichten Klasse kann nur auf schriftlichen Antrag des Schützen erfolgen.

Danach bestreitet er drei weitere Wettkämpfe in seiner derzeitigen Klasse.

Ist der Durchschnitt von den besten zwei dieser Wettkämpfe einer niedrigeren Klasse zuzuordnen, erfolgt die Rückklassifikation.

Eine Rückstufung ist für jeden Schützen nur einmal möglich.

Der BDMP oder die von ihm betrauten Organe führen eine zentrale Liste über die laufende Klassifizierung der Schützen. Landesverbände/-gruppen, SLG'n

oder Schützen können diese auf Anforderung beziehen.

Werden Veranstaltungen des BDMP klassifiziert gewertet, ist für die Eingruppierung der Schützen diese Liste verbindlich.

Anerkennung von Resultaten zur Klassifikation Für die Klassifikation werden Resultate aus folgenden Veranstaltungen

anerkannt:

· internationale Wettkämpfe

· nationale Meisterschaften

· überregionale Veranstaltungen mit Beteiligung vom mindestens vier SLG’n und mehr als 40 Schützen, die nach vergleichbaren Regeln durchgeführt

werden.

Gültigkeitsdauer der Klassifikation:

Werden in bestimmten Zeiträumen keine Wettkampfergebnisse erzielt, verliert die Klassifikation ihre Gültigkeit.

Für die Klassen Marksman bis Expert sind dies 3 Jahre, für die Klassen Master und High Master 5 Jahre

Nachweis der Leistungsklasse:

Jeder Schütze kann auf Anforderung kurzfristig eine Bestätigung seiner aktuellen Leistungsklasse beziehen.